Jahreshauptversammlung 17.02.2018

Geschichtsverein hat noch viel vor

Mundart beleben, das Ankommen der Heimatvertriebene Dokumentieren und die Dorfgeschichte lebendig halten. Das sind die Aufgaben, welche sich der Vorstand und die Mitglieder des Geschichtsvereins sich ins Aufgabenheft für die nächsten Jahre geschrieben hat.

 

Bei der Mitgliederversammlung an welcher zahlreiche Mitglieder teilnahmen, wurde ein Rückblick auf das vergangene 40-jährige Jubiläumsjahr vorgenommen. Besonders dankte der Vorsitzende des Geschichtsvereins Ralf Stahl allen Helfern aus dem Verein, der speziellen Arbeitsgruppe und allen Unterstützern aus den Ortsteilen für ihre Hilfe. Bei der Jubiläumsveranstaltung, am internationalen Museumstag sowie bei der Veranstaltung mit der Mundartgruppe Meelstaa konnte der Verein viele Besucher und Freunde willkommen heißen. Eine Exkursion zu dem neuen Vulkanmuseum im Vogelsberg in Schotten, die Veranstaltung des umgewandelten Dickwurzschnitzens zum Kürbisschnitzen sowie die Teilnahme am Winterzauber der Ortsvereine Waldgirmes mit einer Tombola fanden großes Interesse.

Ralf Stahl erläuterte, dass der Verein – wie auch viele andere Vereine – in der Gewinnung und Aktivierung von aktiven Mitgliedern eine schwere Aufgabe vor sich hat. Viele Menschen wollen nur noch „mitnehmen“ aber sich selber nicht ehrenamtlich engagieren – so die Stimme eines Mitgliedes in der Versammlung. Junge Menschen und Schüler haben gegenüber der Zeit vor 30 Jahren nur noch wenige Freiräume die Freizeit zu gestalten. Schule, Weiterbildung und die Technik binden diese Stunden, so dass für Vereine und deren Veranstaltungen und Aktionen recht wenig Zeit verbleibt. Das ist ein Zeitwandel, mit welchem alle Vereine eine ambitionierte Aufgabe vor sich haben. Dem gegenüber ist es jedoch erfreulich, dass bei den Ferienspielen sich sehr viele Kinder an den Aktionen des Vereins, koordiniert durch Tanja Bernhardt Scherer und Monika Deis, beteiligen.
Es bleibt die Hoffnung für alle Geschichts- und Heimatvereine, dass das Interesse an der Geschichte wieder mehr in den Vordergrund rücken wird. Der Mensch wird sich in Zukunft immer die Frage stellen „woher komme ich“, was haben meine Vorfahren gemacht, wie haben mein Opa und meine Oma gelebt und was sollte niemals mehr passieren. Und diese Tatsache sollten sich alle Kommunen, in welchen sich die Heimat- und Geschichtsvereine befinden, festschreiben. Die Vereinsförderung der Kommunen ist auch eine Anerkennung und eine Wertschätzung der Leistungen und ein Lebenselexier für diese Vereine. Ralf Stahl fordert alle Kommunen und Bürger auf, sich der Geschichte und den kulturellen Aktionen der Vereine anzunehmen und sie zu fördern.

Das „Platt“ zwischen den Lahnauern Ortsteilen hat seine Besonderheiten. Hier spielen die historischen Grenzen zwischen Hessen-Darmstadt und Preußen auch eine Rolle. Der Geschichtsverein möchte eine ortsübergreifende Plattschwätzerrunde ins Leben rufen, welche die Redensarten und Wortspielarten festhält und dabei das Gesellige nicht vergisst.

Das Ankommen unserer Mitbürger, der Heimatvertriebenen aus dem Kreis Altvater/Römerstadt 1947 und die Integration der Menschen in unser Ortsleben wird ein weiterer Schwerpunkt der Aufarbeitung und Dokumentation werden.  
Wer Interesse zu den beiden Themen hat, kann sich gerne beim Verein melden.

In der Mitgliederversammlung konnte bei der Wahl die Positionen für das zweite Vorstandmitglied mit dem Aufgabenbereich „Vereinsaktionen und Museum“ nicht besetzt werden. Ein Teil der Aufgaben dieses Vorstandsmitgliedes wird jedoch durch die Besetzung der Spartenleitung „Heimatgeschichte“ aufgefangen. Die bisherige zweite Vorsitzende Annette Greier übernimmt diese neue Position.
Die beiden anderen Vorstandsmitglieder, Klaus Wenzel zuständig für die Finanzen und Ralf Stahl zuständig für die Vereinsführung, bleiben unverändert im Amt. Die Spartenleiter wurden bestätigt und sind wie folgt besetzt: Heimatgeschichte/Museum: Annette Greier, Ideenreich: Tanja Bernhardt-Scherer, Volksliedgruppe: Helga Hofmann, SpinnKultur: Monika Hoffer-Lorisch, Zeitungsauswertungen: Helga Sworowski, Familiengeschichte: Martin Moosberger, Bergbau, Exkursionen, Natur- und Kulturdenkmäler: Ralf Stahl.

Bei der Versammlung wurden 15 Mitglieder für 25-jährige Mitgliedschaft und 6 Mitglieder für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Leider konnten nicht alle Jubilare anwesend sein, so dass der Vorstand die Ehrung für die nicht anwesenden Mitglieder noch nachholt. Der Verein zählt aktuell 216 Mitglieder. Im letzten Jahr konnten 8 neue Mitglieder begrüßt werden.

Am Ende der Mitgliederversammlung wurde noch ein Filmbeitrag über die Kanonenbahn zwischen Wetzlar und Lollar von Gregor Atzbach und Sven Krebs vorgeführt.

 

v.l. Vorstand Klaus Wenzel, Rosel Rauber, Vorstand Annette Greier, Irmgard Jung, Werner Jung, Helga Sworowski, Norbert Sworowski, Vorsitzender Ralf Stahl
v.l. Vorstand Klaus Wenzel, Rosel Rauber, Vorstand Annette Greier, Irmgard Jung, Werner Jung, Helga Sworowski, Norbert Sworowski, Vorsitzender Ralf Stahl

Honig - unser Leben

Honig am 26. Januar 2018 im Heimatmuseum Waldgirmes.

In Zusammenarbeit mit dem Apfelgarten Hessen hat der Geschichtsverein Lahnau zu einer interessanten und spannenden Veranstaltung eingeladen.

Bienen sind für uns Menschen von großer Bedeutung. Ohne die große Arbeitsleistung der Bienen gäbe es nur geringe Ernten. Außerdem wissen wir auch die Vorzüge eines guten Honigs zu schätzen.

Aber was ist eigentlich Honig und wie entsteht er. Was macht guten Honig aus und wie erkenne ich Qualität. Wie entsteht Sortenhonig und welche einheimischen Honigsorten gibt es. Herr Hund von der Imkerei Bauer und Hund aus Waldsolms führte durch diesen Abend.

Ohne die Bienen und deren Arbeit der Befruchtung wird unsere Gesellschaft in Zukunft die Auswirkungen extrem zu spüren kommen. In Asien sind heute schon Menschen damit beschäftigt, die Blüten an den Obstbäumen mit der Hand zu bestäuben.

Kürbisschnitzen - unsere Gloijdeuwel am 30.10. Halloween

Kürbisschnitzen begeistert Jung und Alt

Am Reformationstag und Halloweentag konnten über zwanzig Kinder ihre Kürbisse zu abenteuerlichen Gesichtern schnitzen. Eingeladen hatte der Geschichtsverein Lahnau e.V. in den Hof des Heimatmuseums in Waldgirmes. Im Beisein und mit Unterstützung der Eltern und Großeltern schnitzten die Kinder die vom Verein bereitgestellten Kürbisse. Schnitzvorlagen zu den Gesichtern gab es an der alten Scheunenwand zu sehen. Jung und Alt stärken sich nach dem Schnitzen bei Kaffee, Kinderpunsch, Kuchen und leckeren Kürbiswaffeln der von der Vereinsgruppe „Ideenreich“ aufgetischt wurde. Im Hauptgebäude des Museums fand parallel ein Vortrag vom Vereinsvorsitzenden Ralf Stahl zu dem Thema „Wechselzeiten im Herbst“ statt. Es wurde über die Zeiten des Sommer- und Winterwechsels über einen Zeitraum von 2000 Jahre berichtet. Kelten, Römer, Päpste und Reformatoren beeinflussten diese Tage des Monatswechsels mit religiösen Bräuchen wie die Tage Allerheiligen, Allerseelen, Reformationstag und Halloween. Zum Abschluss stellten die Kinder ihre Halloweenkunstwerke mit Kerzenbeleuchtung noch einmal zur Schau. Im kommenden Jahr wird zum Kürbisschnitzen natürlich wieder eingeladen.

Bilder siehe Galerie.

Seniorennachmittag im Museum - August 2017

Begeisterte Senioren verbrachten einen gemütlichen Nachmittag im Heimatmuseum Lahnau. Die Gemeinde Lahnau hatte zu der Veranstaltung geladen. Neben dem gemütlichen Zusammensein mit Kaffee und Kuchen wurde über die alte Schulzeit gesprochen. Ralf Stahl, Vorsitzender des Geschichtsvereins, erzählte im alten Schulsaal etwas über die Geschichte des Schulwesens, was auch in direktem Zusammenhang mit der Reformation steht.

Bilder siehe Galerie.

Ferienspiele - August 2017

 „Coole Kunstwerke in Neon“ 

Volles Haus hatte der Geschichtsverein Lahnau e.V. bei den diesjährigen Ferienspielen. Unter Leitung der Bastelgruppe „Ideenreich“ verwandelten sich Wildkatzen, Paradiesvögel und Urwaldtiere in coole neonfarbene Kunstwerke. Mit Textmarkern und Neonstiften entstanden tolle Effekte, die alle Wildlife-Motive zur Geltung brachten. 

Während ihrer kreativen Pause machten die Kinder eine kleine Reise durch das Heimatmuseum. In der Scheune wurde die nachgebildete heimische Landschaft bestaunt und auch das Ausprobieren verschiedener Geräte wie der Fäägmühle kam gut an.  

Anschließend wurde wieder mit voller Konzentration weitergemalt. 

Bei beiden Kursen musste kein Kind zuhause bleiben, da die Teilnehmerzahl nicht begrenzt war. Aufgrund der hohen Nachfrage und der riesigen Begeisterung wird es im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben. Dann tauchen wir ein in die Unterwasserwelt zu Fischen, Muscheln und auch Zauberwesen werden dabei sein.

 

Bilder siehe Galerie.

Mundartkonzert Meelstaa am 10.06.2017

Lahnau (ag) Wer richtig gute handgemachte Musik verbinden möchte mit der heimischen Mundart, der muss einfach auf ein Meelstaa-Konzert gehen. Die Gelegenheit dazu hatten rund 150 Besucher, welche sich am Samstagabend im Hof des Heimatmuseums Lahnau einfanden, als das Quartett auf Einladung des Geschichtsvereins Lahnau e.V. in dem schönen Ambiente aufspielte. Den Zuhörern wurde ein wunderbarer musikalischer Abend bereitet.

 

Jeder einzelne der vier Musiker spielte auf hohem Niveau und sichtlich mit Herzblut: der Dorlarer Berthold Schäfer, Gründungsmitglied des Meelstaa-Vorgängers Fäägmeel, Clemens Goth aus Brandoberndorf, ehemaliger Bassist der Oldies, Jens Schneider aus Waldgirmes und David Domine von Hawai. Sie zeigten ihre musikalisches Können und ihre Wandlungsfähigkeit, verbanden manchmal melancholische (zum Beispiel „Hearbstbloihe“), manchmal hintersinnige („Imwäje“) oder einfach auch lustige Texte (“Gaastebock“) mit abwechlungsreichen Rhythmen von Country über Blues bis Rumba. Viele der Liedtexte stammten mitten aus dem Leben und hatten einen sehr hohen Wiederekennungswert wie „Küssche hai, Küssche do“ über oberflächliche Menschen oder „En Samstoag im Bett“ mit einem schönen Lob auf die Faulheit. Im Rahmen des Konzerts kam es sogar zu der Welturaufführung eines neuen Lieds über einen nur allzu bekannten Menschentypus, der meint, alle selbst reparieren zu können („Elektriker“).

 

Auch wenn sicher nicht jeder Zuhörer alle Worte der Lieder auf Platt verstehen konnte, so rissen die Musik und die gute Stimmung alle Menschen im Museumshof mit. Sie lauschten „mit den Herzen“, wie es der Vorstand des Geschichtsvereins Ralf Stahl in seinen einführenden Worten gewünscht hatte. Mit dem Konzert leisteten der Geschichtsverein und Meelstaa ihren Beitrag, das „Platt als Stück Kultur, das erhalten werden muss“, so Berthold Schäfer, den Menschen nahe zu bringen. Dies haben sie in der unterhaltsamsten und besten Weise getan.

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40. Internationaler Museumstag am 10.05.2017

Handwerk, Handarbeit, natürliche Lebensmittel – beim internationalen Museumstag gab es im Heimatmuseum Lahnau viel zusehen. Die Besucher wurden direkt beim Eingangstor von Melanie Wiesner mit ihrem Spinnrad empfangen, mit dem sie zeigte, wie aus flauschiger Schafwolle ein Faden zum Stricken entsteht. Was man alles aus Wolle Häkeln und Stricken kann, zeigten die Frauen des „Ideenreichs“ mit einer bunten Auswahl an Handarbeitsstücken in allen Größen und Formen. Der Kurs „Freilandbiologie“ Lahntalschule hingegen verkaufte selbst gezogene Jungpflanzen von der Chili bis zur Zuccini und auch Gläser mit dem begehrten gesalzenen Gemüse, das sich für Suppen und zum Würzen von Speisen verwenden lässt. Monika Hoffer-Lorisch schenkte passend zum Mai eine köstliche Erdbeerbowle aus und bot außerdem Apfelwein und Apfelsecco an. Staunend konnten nicht nur Kinder Drechsler dabei zuschauen, wie er aus einem Stück Holz schöne kleine Werkstücke wie einen Kreisel entstehen ließ. „Die Biene“ Andreas Reinhardt aus Naunheim bot nicht nur eine Auswahl an Honigprodukten an, sondern erklärte auch kindgerecht den Aufbau eines Bienenstocks und wie die fleißigen Tierchen die süße Köstlichkeit produzieren.

 

Bei schönstem Sonnenschein fanden – nach schleppendem Beginn – zahlreiche Besucher den Weg ins Museum und bestaunten die Handwerker bei Ihrer Arbeit. Viele nutzen auch die Gelegenheit, das Museum zu besuchen und die Ausstellung im alten Schulhaus sowie in der Scheune mit ihrer reichen Auswahl an alten landwirtschaftlichen Geräten und verschiedenen Handwerken anzuschauen. Danach traf man sich zum gemütlichen Kaffeetrinken und Kuchenessen im sonnenbeschienen Museumshof.

 

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Festkommers 40 Jahre Geschichtsverein am 29.04.2017

Lahnau (ag) Hocherfreut über den regen Besuch begrüßte Ralf Stahl, Vorstand des Geschichtsvereins Lahnau e.V., die vielen Anwesenden beim Festkommers zum 40-jährigen Bestehen des Vereins im Dorfgemeinschaftshaus Dorlar. Gekommen waren neben den Vereinsmitgliedern auch Mitglieder befreundeter Ortsvereine, benachbarter Geschichtsvereine und Mitglieder aller Fraktionen der Gemeindevertretung

Stahl stellte das Motto des Jubiläumsjahrs „Die Vergangenheit für die Zukunft bewahren“ in den Focus seiner Rede. Geschichte erforschen, sie dokumentieren und weitergeben – dies war und ist die Aufgabe des Geschichtsvereins seit 40 Jahren. „Dazu gehört viel Herzblut, die Verbindung zur Heimat“, dankte er den vielen Aktiven der vergangenen Jahrzehnte. Gleichzeitig hinterfragte er, wie man denn Heimat definieren will. Letztlich kam er zu dem Schluss, dass jeder selbst erkennen muss, was für ihn Heimat bedeutet. „Es wird unsere Aufgabe sein, diese Heimat zu erkennen (...), sie unseren Kindern und Enkeln zu zeigen, sie zu bewahren und zu leben.“ Zuletzt ermunterte er alle Anwesenden, gemeinsam Geschichte zu erkennen, diese zu leben und in die Zukunft zu tragen.

Die Aufgabe, einen Rückblick auf die Vereinsgeschichte zu geben, übernahm Bürgermeister Eckhard Schultz. Er ließ in seiner Rede noch einmal die Anfänge des Vereins, der immerhin zwei Jahre älter als die Gemeinde Lahnau selbst sei, Revue passieren. Ausgehend von der 1200-Jahr-Feier von Waldgirmes 1971 formte sich die Idee einer örtlichen Geschichtsausstellung und einer Vereinsgründung. Initiatorin war in beiden Fällen Hedwig Schmidt, die zuerst das Museum gründete und schließlich 1977 den Verein damals noch unter dem Namen „Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Lahntal e.V.“ „aus der Taufe“ hob. Im Amt des Vereinsvorsitzenden folgten Hedwig Schmidt Werner Brandl, Erwin Schmidt, Hartmut Groh, Berthold Burzel, David Rauber, Dieter Schmidt und schließlich Ralf Stahl. Schultz erinnerte auch daran, dass die ersten Funde am römischen Forum noch von der Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft begleitet wurden, bis sich der Förderverein römisches Forum Waldgirmes als eigenständiger Verein etablierte, damit Grabungshelfer über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gefunden und finanziert werden konnten. Mit dem Abschluss eines Trägerschaftsvertrags schuf die Gemeinde eine Finanzierungsgrundlage für den Geschichtsverein, der im Gegenzug die Betreuung des Heimatmuseums gewährleistet. Zum Ende seiner Amtszeit als Bürgermeister schlug Schultz aber auch kritische Töne an: „Geschichtskultur hat leider nicht die gleiche Lobby wie etwa der Sport oder andere Freizeitgestaltungen, für die die Gemeinde Lahnau jährlich sechsstellige Beträge ausgibt“, auch wenn jede Maßnahme für sich durchaus gerechtfertigt sei. Den Verein rief er deshalb dazu auf, nicht locker zu lassen, „unsere Heimatgeschichte lebendig, anfassbar und lesbar darzustellen und dafür zu werben, dass Sie auch weiterhin die Unterstützung für Ihre wertvolle Arbeit erhalten.“

Dr. Irene Jung, Vorsitzende des Geschichtsvereins Naunheim, griff in ihrem Grußwort das Motto „Die Vergangenheit für die Zukunft bewahren“ auf und betonte die Wichtigkeit der Geschichtsforschung. Sie machten aber deutlich: „Wir wollen keine Nostalgie !“ Die „gute alte Zeit“ habe es nicht gegeben, stattdessen könne man froh sein, heute zu leben. Deshalb sei es für die heimatgeschichtliche Arbeit wichtig aufzuzeigen, wie sich die Dörfer entwickelt haben. Pfarrerin Manuela Bünger zitierte sogar Sokrates: „ Die Geschichte endet nicht mit uns.“ Gleichzeit stehe hinter jeder Person auch eine Weltgeschichte, die einen geprägt habe. Dessen müsse man sich stets bewusst sein und im Umkehrschluss sorgfältig mit der Gegenwart umgehen, die ja schließlich wieder Geschichte werden wird.

Zur Jubiläumsfeier waren auch einige Menschen gekommen, die den Verein während seines gesamten Bestehens begleitet haben. Annette Greier vom Vorstand des Geschichtsvereins rief diese Gründungsmitglieder auf die Bühne und überreichte die Jubiläumsurkunden und ein kleines Präsent an Oswald Best, Marianne und Hermann Daniel, Christine und Dr. Florian Gründler, Dieter Prinz, Ursula und Dieter Schmidt, Ralf Stahl, Adolf Stitz und Paul Zimmermann. Bei der Feier nicht anwesend waren Franz und Inge Ewert, Marie Gottwald, Elise Schmitt, Paul Speiser, Brigitte Stitz und Monika Wehner. Oswald Best erinnerte sich – natürlich auf Platt – wie Hedwig Schmidt ihn einst für den Verein gewonnen hatte und auch Ralf Stahl berichtete, wie sie geschickt sein Interesse für den lokalen Bergbau genutzt hatte, um ihn für den Verein zu aktivieren.

In der Pause hatten die Besucher die Gelegenheit, sich über eine Bildauswahl einen Überblick über die vergangenen 40 Jahre Vereinsgeschichte zu verschaffen. So manche und mancher fand sich selbst und viele alte Bekannte auf den Fotos. Auf mehreren Schautafeln konnte man noch einmal die Entwicklung des Vereins und der Sparten nachlesen.

Heiter gestaltete sich der zweite Teil des Abends mit dem „Einfrautheater“ von Brigitte Koischwitz, die mit „Berliner Schnauze“ und einer gehörigen Portion Selbstironie Geschichten aus ihrem bewegten Leben und ihrem Alltag mit Mann, Hunden, Katzen und Garten schön verband mit immer wieder eingeflochtenen kurzen Gedichten zum Schmunzeln und Nachdenken.

Umrahmt wurden die Feierlichkeiten im von der Bastelgruppe „Ideenreich“ schön geschmückten Dorfgemeinschaftshaus von den Beiträgen der Sängerinnen der Volksliedgruppe des Geschichtsvereins.

Bilder siehe Galerie.

Jahreshauptversammlung 04.03.2017

An der JHV nahmen etwa 40 Mitglieder teil. Als neuer Kassenprüfer konnte Christian Walendsius ernannt werden. Für die Sparte Foto/Film wurde Carsten Scherer nominiert. Im Anschluss konnten alle dem Vortrag von Dieter Schwarz (Dekan i.R.) über die Redensarten und Sprichwörter folgen und oft herzlich lachen. Bilder siehe Galerie.

33. Grenzgang 17.09.2016

Der 33. Grenzgang führt uns über das Römische Forum entlang der Grenze zur Naunheimer Gemarkung bis an die Lahn.

Von dort aus wandern wir zurück entlang der alten Grenze der Kreise Wetzlar und Biedenkopf bis hin zum Zollstock. Unterwegs erfahren wir interessante geschichtliche Ereignisse aus unserer Heimat.

Zum Abschluss des Grenzgangs werden Bratwürstchen und Getränke angeboten.

Start ist um 14:30 Uhr am Heimatmuseum in Waldgirmes

Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Jegliche Haftung ist ausgeschlossen.
Der Vorstand

Tag des offenen Denkmals 11.09.2016

Am diesem Tag ist das Museum von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Das Museum kann besichtigt werden und ggf. sind Fotofilmvorführungen möglich.

In der Remise ist noch einmal die Ausstellung "Lahnau im Kreise der Kreise" zu sehen.

Daneben werden Kaffee, Kuchen und Kaltgetränke geboten.

Ferienspiele Sommer 28.07.16 und 25.08.16

Viel Spaß hatten Kinder und Betreuer bei den beiden Ferienspielterminen im Heimatmuseum Lahnau. Die Mitglieder der Bastelgruppe „Ideenreich“ des Geschichtsvereins Lahnau unter Leitung von Tanja Bernhardt-Scherer bastelte mit den Ferienspielkindern aus recycelten Kaffeekapseln, Bändern und Perlen witzige Lesezeichen, Schlüsselanhänger und bunte Ketten, mit denen sich die Kinder gerne schmückten.

Zwischenzeitlich gestärkt durch Apfelschorle und Kuchen schauten sich die Jungen und Mädchen anschließend unter der Führung von Ralf Stahl (und beim zweiten Termin von Annette Greier) vom Vorstand des Geschichtsvereins im Heimatmuseum um. Dort gab es viel zu sehen und zu erfahren: Vom schweren Leben der bäuerlichen Bevölkerung, der harten Arbeit in Landwirtschaft, Zigarrenfabrik und Bergbau, von dem verheerenden Brand, der Mitte des 19.Jahrhunderts fast halb Waldgirmes zerstörte, und nicht zuletzt natürlich auch vom Schulalltag der Kinder in früheren Zeiten.

In der Scheune des Museums probierten die Kinder verschiedene Gerätschaften wie die Fägmühle und frühe, mechanische Waschmaschinen aus, bestaunten die Schusterwerkstatt, die Gerätschaften der Waldwirtschaft und die nachgebildete Landschaft mit der heimischen Fauna.

Anschließend mussten die Kinder aber auch noch selbst Hand anlegen, damit sie zumindest eine kleine Vorstellung davon entwickeln konnten, wie anstrengend so ein Waschtag in früheren Zeiten werden konnte: Sie schleppten Wasser, drückten die Wäsche mit dem Wäschestampfer ins Wasser, seiften die Laken und Tücher ein und wrangen diese nach dem Ausspülen gemeinsam aus. Nach so viel Schufterei hatten sich sich die anschließende Stärkung redlich verdient und freuten sich umso mehr auf die leichte „Arbeit“ des Bastelns.

Sonstige Veranstaltungen

Der Verein ist aktiv, in dem er nachstehende Veranstaltungen berücksichtigt:

- geschichtliche Exkursionen

Teilnahme am Adventszauber in Waldgirmes

- Teilnahme am Kirmesfestzug

- Teilnahme an Lahnauer Veranstaltungen

- gemütliches Grillen

- und auf Wunsch mehr ...